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Blutegeltherapie
Behandlung:
Die Verwendung von Blutegeln (Hirudo medicinalis) in der Medizin ist uralt, schon die alten Germanen wussten die Blutegeltherapie zu schätzen. Beim fast schmerzlosen Biss der Blutegel geraten verschiedene Stoffe in den menschlichen Körper, die entzündungshemmend, antibakteriell und gerinnungshemmend wirken. Der Körper kann durch die Bissstelle außerdem Lymphe entleeren. Das erwünschte Nachbluten der Bissstelle kann 12-24 Stunden andauern.
Indikationen:
Tinnitus, Uterusmyome/ Eierstockzysten, in der Traumatologie, Entzündlichen Erkrankungen (z.B. chronische Nasennebenhöhlenentzündung, chronische Mittelohrentzündung), venöse Erkrankungen (z.B. Krampfadern, akute Venenentzündung, Durchblutungsstörungen), Gelenkerkrankungen (z.B. Schleimbeutelentzündung, Arthritis und Arthrose, Golf- und Tennisellenbogen), lokale Infektionen (z.B. Karbunkel und Furunkel, Abszess), Augenerkrankungen (z.B. grauer Star (Katarakt), chronischer grüner Star (Glaukom))
Neben diesen genannten Indikationen wird die Blutegeltherapie auch in der modernen rekonstruktiven Implantationstherapie verwendet, in dem mit Hilfe des Blutegels zum Beispiel die Durchblutung eines reimplantierten Fingers wieder hergestellt wird.
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